Talente holen starken vierten Platz auf mittelfränkischer Blitz-MM! 

05.02.2017

 

Zeit zum Blitzen! Nachdem wir uns im Langzeitschach als Verein momentan so gut wie nicht beklagen können – Erste und Zweite führen ihre jeweiligen Ligen an und sowohl bei der Kreiseinzelmeisterschaft als auch in Erfurt gab es mehr als einen zählbaren Erfolg – griffen wir eine Woche vor Beginn der Blitzolympiade die mittelfränkische Mannschaftsblitzmeisterschaft an. Zur Erinnerung: letztes Jahr lief, nett gesagt, eher bescheiden und wir landeten auf Platz 12 von 14 Mannschaften. Eben weil es so bescheiden lief, wollten wir uns ebenfalls in Bescheidenheit üben und bei insgesamt 13 Mannschaften sollte die TOP10 das Ziel sein. Wir traten an mit

 

Brett 1: Dennis Adelhütte

Brett 2: Martin Killmann

Brett 3: Philipp Junk

Brett 4: Dominik Bachhuber

 

und wollten einfach ein wenig Spaß haben.

 

Den gab es dann auch! Eventuell war die Meisterschaft gefühlt schwächer besetzt als letztes Jahr (mir liegen keine Zahlen vor, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir mit einem Schnitt von 1900 im letzten Jahr auch auf 7 gesetzt gewesen wären) - Gefühle zählen ja bei blanken Ergebnissen nicht, nicht wahr?

 

Lediglich 3 Niederlagen in den Runden 1, 3 und 11 mussten wir hinnehmen – gegen die drei späteren Gewinner SC Erlangen (Bronze), SC Noris-Tarrasch Nürnberg (Silber) und und SC Forchheim (Gold). Mit 0,5:3,5 war dabei lediglich die Niederlage gegen Noris-Tarrasch eine Klatsche in engerem Sinne, nachdem Philipps Gegner an Brett 3 diesen nicht über die Zeit heben wollte und am Ende einfach selber fiel (Philipp merkte es nicht rechtzeitig und damit war es Remis).

Gegen Erlangen hatte es Dennis in der Hand, beim Stand von 1:2 das 2:2 zu retten – seine Über-die-Zeit-heb-und-sich-dabei-toll-fühlen-Fertigkeiten waren dabei gerade an diesem Tage nicht sonderlich ausgeprägt und so ließ er sich mit 5 Mehrsekunden in einem (zunächst) remisen Endspiel über die Zeit heben. 
Verkehrte Welt.


Und gegen Forchheim ließ sich zwar Martin an Brett 2 in einem Budapester Gambit etwas fix Matt setzen, dafür hatte Philipp eine Figur mehr gegen 2 Bauern. Als Dennis an Brett 1 gegen FM Manfred Heidrich gewann, hielt Philipp die trotzdem positionell schwierige Stellung nicht und wir verloren auch hier 1:3.
 

Zusätzlich gab es ein paar 2:2 – nämlich ebenfalls 3. Gegen den SK Neumarkt, den SC Postbauer-Heng und gegen den TSV Cadolzburg einigten wir uns auf ein 2:2. Naja, so gut man sich eben einigen kann im Blitzen.

 

Und dann gewannen wir die restlichen 6 Runden – gegen die beiden Mannschaften der SGem Fürth (eine Jugend- und eine nicht-mehr-ganz-Jugend-Mannschaft), gegen den SC Heilsbronn, den SC Heideck-Hilpoltstein, gegen Zabo-Eintracht Nürnberg und gegen SW Nürnberg Süd blieben wir siegreich! Und dabei war unser turnierweisender Erfolg der Sieg gegen SW Nürnberg Süd in der sechsten Runde. Dennis beendete seine 0-Serie (ein Start von 0 aus 5 ist was Feines. Nicht.) und siegte, genau wie Dominik. Nach dem Remis von Philipp (und der Niederlage von Martin) stand das 2,5:1,5 gegen den dritten Favoriten des Turnieres (im Schhnitt 150 Punkte stärker als wir!) fest!

 

Damit wurden wir am Ende mit 15 von möglichen 24 Mannschaftspunkten fast schon sensationell Vierter! Hinter ein paar mindestens-Landesliga-und-eventuell-auch-zweite-Bundesliga-Vereinen und dafür vor einem ganzen Gewusel aus mindestens-Bezirksliga-Vereinen können wir sehr zufrieden sein!

Riesengarant für unseren Erfolg war Dominik, der an Brett 4 praktisch so gut wie nicht zu stoppen war und sagenhafte 9,5 Punkte aus 12 Runden holte und der zweitbeste Spieler an Brett 4 war (einzig ‚besiegt‘ von FM Berthold Bartsch mit 11,5 aus 12). 
Die anderen haben auch gespielt – Dennis und Martin holten jeweils 5 Punkte, Philipp kam mit einer 6 auf 50%.


Vielleicht hatten wir an jenem Tage drei gute Spieler und einen sehr guten. Hm. Oder drei sehr gute und einen fantastischen. Sucht euch eine Variante aus! Die zweite ist irgendwie schöner.

 

Mit diesem vierten Platz schwebt der Freiplatzantrag über uns. Ganz vielleicht fahren wir sogar zur Bayerischen. Das hätte doch was.

 

Hier geht es zur Turnierseite mit Tabelle, Einzelergebnisse, Bildern, etc. Vielen Dank an SW Nürnberg Süd für die mal wieder sehr gute Organisation!

 

Dennis Adelhütte

Kreiseinzelmeisterschaft 2017 - Dennis siegt in der Buchholzschlacht!

08.01.2017

 

2017! Neues Jahr! Gute Vorsätze! Neue Chancen! 


Und eine Kreiseinzelmeisterschaft, die zum ersten Mal in den (mindestens) letzten zehn Jahren nicht in Zirndorf stattfindet, sondern bei SW Nürnberg Süd im Südstadtforum. Drei wackere Talente fanden den Weg dorthin: Dennis Adelhütte nach einer halbjährigen Australienpause, Neuzugang und Erfurtdurchstarter Dominik Bachhuber sowie unser persönlicher Haudegen Peter "Chefchen" Lingl. Ambitionen auf den Turniersieg waren anfänglich jetzt vielleicht nicht so ganz da, aber ein paar Pünktchen wollte man zum Jahresbeginn schon holen... :-)

 

Tag 1: Stark gegen stärker


Dennis und Domi sind auf 10 und 11 gesetzt, Peter auf 42 (bei 57 Teilnehmern).                                                     
Alle Talente spielten starkes Schach und am Ende setzten sich die Favoriten - wider Erwarten waren das nicht immer die Talente - durch.

 

Peters Gegner Helmut Süß hatte etwas gegen den Enten(durch)marsch und erspielte sich nach einem Damentausch die halboffene c-Linie und Raumvorteil. Zwar spielte unser Chefchen sehr lange gut mit und schloß die Stellung so gut es ging, jedoch unterlief ihm ein Fauxpas: Bei einem Bauerngewinn drangen die gegnerischen Figuren (insbesondere ein äußerst uncharmanter Turm) in Chefchens Stellung, welche schließlich in sich zusammenbrach. Schade, aber unzufrieden muss das Talent nicht sein!

 

Dennis und Domi waren Favoriten und das zeigte sich in beiden Partien recht schnell. Dennis dürfte sich mit 1.b3 auseinandersetzen. Der Gegner Robert Weidenhöfer wählte diesen Zug aber nicht für Schlafschach und spielte trotz kurzer Rochade den Zug g4. Gute Idee, hätte man den Bauern wegen eines Fesselungstricks nicht schlagen können. Nicht viel später war der weiße König praktisch nackt und das schwarze Weib nahm mit der Hilfe des hauseigenen verbliebenen Läufers die weiße Dame fünfzügig vom Brett - Sieg! 


Auch Domi bewies gegen Michael Berntgens Aljechin, dass seine gute Bilanz in Erfurt kein Zufall war. Zwar ging alles etwas langsamer von statten, aber dank eines rückständigen Bauers auf d6 und schwachen weißen Feldern war der Gegner gezwungen, seine eigene Grundreihe zu schwächen. Dank Überdeckungsproblemen konnte der d6-Bauer einfach geschlagen werden; in Folge dessen brach die schwarze Stellung in sich zusammen und nach einem Figurengewinn gab der Gegner auf.

 

2/3 ist für den Anfang doch ganz in Ordnung. :-)

 

 

Tag 2: Entendurchmarsch und Peters on the Road

 

Der DWZ-Unterschied war an jedem Brett auch noch zur 2. Runde mindestens 200 für die drei Talente, dieses Mal waren alle jedoch nicht nur nach Ruf, sondern auch nach Zahl Favorit! Löblicherweise setzte sich die Jäklechemie in dieser Runde auch komplett durch. Den Anfang machte unser Chefchen, Gegen die erst erst 10jährige Melissa Albayrak bekam er ein Evans-Gambit vorgesetzt. Trotz anfänglicher Konfusion ("Das hab i ja no nie gsehen!") setzte sich Peter nach Einstellern der jungen Dame durch. Besonders hübsch: obwohl das Brett noch nicht mal im Ansatz leer war, wurde der weiße König auf f8 matt gesetzt.

 

Dennis gewann als nächstes gegen Hubert Mantel. Gegen einen gegnerischen Stonewallaufbau provozierte er den Gegner zu g7-g5, obwohl für den Stonewall typisch die Figuren noch sehr hinten standen. Beim Versuch, das Läuferpaar auf stärkere Felder zu stellen, ließ sich der Gegner einen isolierten Doppelbauer auf der e-Linie. Als einer von ihnen am fallen war, versuchte Hubert diesen unrettbaren Bauern zu retten und stellte dabei die Dame ein.

 

Domi wählte gegen Thomas Hahn die Najdorf-Eröffnung. Mit Theorie hatte die Partie aber nicht lange etwas zu tun – der Gegner griff etwas überambitioniert den Damenflügel an. Seelenruhig spielte Meister Bachi weiter und konnte den Gegner nach kurzer Zeit auskontern. Der Gegner verknotete sich in seiner eigenen Stellung und kurze Zeit später hatte Domi eine Figur mehr, noch ein bisschen später wars schon ein Turm und dann war es kurz vorm Matt – aus die Maus. (Zitat Domi: "Es war ein taktisches Meisterwerk." Zitat Dennis: "Wers glaubt…")

 

3/3 am Vormittag – Yay! Das wurde mit einem Besuch beim Italiener belohnt. Hochmotiviert ging es dann in Runde 3, in der die Rollen vertauscht waren – alle Talente waren Außenseiter (natürlich nur nominell).

 

Chefchen wählte die Tarrasch-Variante gegen den Franzosen von Robert Meyer, jedoch spielte der ganz gekonnt ein wenig Rubinstein. Unser Peter ließ sich aber nicht entmutigen und griff beherzt an. Zunächst stand er besser, einer seiner Türme fand sich nach einer Weile jedoch auf g3 wieder und musste sich mit einer Bauernwalze konfrontriert sehen. Ein Turmverlust war nur abwehrbar mit „Gegner in die Stellung lassen und sich ziemlich beschießen lassen“ – ein eher weniger charmantes Konzept. Kurze Zeit später gab Chefchen auf.

 

Nachdem die Nummer 2 des Turniers Remis spielte und die Nummer 1 gar verlor, musste Domi an Brett 2 gegen die Nummer 4 Peter Konsek ran. Mit den weißen Steinen kam ein offener Sizilianer, genauer gesagt ein Sveshnikov aufs Brett. Man weiß nicht so genau warum, aber Domi hielt es offenbar für eine gute Idee, sich mehr oder weniger unsanft massieren zu lassen – ein schwarzer Springer auf e3 kann einfach nicht gut für Weiß sein.

 

Nicht wirklich besser wurde die Lage in den nächsten Zügen und unsere Talente war froh, am Ende nur einen Bauern hinten zu sein (und einen König auf e3 zu haben). Nach einem Damentausch war sogar er am Drücker und griff beherzt an. Leider kam dann die Zeitnot ins Spiel und er stellte die Stellung kurz vorm 40. Zug endgültig ein – schade!

 

Dennis hatte an Brett 1 die ehrenwerte Aufgabe, die Nummer 3 des Turnieres Peter Erlbeck in einem Vorstoßfranzosen mit Schwarz zu ärgern – mit Erfolg. Nach einer wohl nicht ganz theoriegetreuen Variante mit ein paar vertauschten Zügen gewann Dennis einen Bauern, jedoch zum Preis von Entwicklungsnachteil und einer gegnerischen mehr oder weniger aktiven Stellung. Vielleicht ein bisschen zu zaghaft wurde weiter manövriert und im Glauben einen weiteren Bauern zu gewinnen ein wenig ominös aufgebaut.

 

Leider war dann nix mit Bauerngewinn und stattdessen musste sich Dennis mit Zeitnot auseinandersetzen. In dieser verlor Dennis völlig den Faden und gestattete seiner Dame ein bisschen Ausgang auf dem Brett (von f7 auf f5 auf f7 auf e8 auf f7 auf  f5 auf f7 – interessante Route…). Nach dem 40. Zug stand Dennis dann wohl auch nicht mehr so prickelnd, jedoch fand Peter keinen Gewinnweg und wickelte in ein Läuferendspiel mit jeweils 3 Bauern ab. Dieses war Remis (hofft Dennis jedenfalls) und wurde dann bei erneut knapp werdender Zeit nach 4,5 Stunden auch Remis gegeben.

 

0,5/3 nach 3 Partien mit einem Peter!

 

Tag 3: 50% und Dennis hamstert alles Glück

 

In der vierten Runde wurde es Zeit für unseren Vorstand, ein paar weitere Pünktchen zu holen. SwissChess hatte aber offenbar seine Tage und in einer verstimmten Laune wurde er gegen Bajram Llugiq mit knapp 1800 DWZ gelost. Auf 1.d4 wählte unser Vereinsvorstand c5 und stand nach der Eröffnung einfach besser - die schwarzen Figuren standen aktiver und die weißen standen praktisch auf den ersten beiden Reihen. Leider ließ unser Talent beim Angreifen gegnerische Schwerfiguren in die eigene Stellung und ließ sich zu sehr massieren - erneute Niederlage nach starker Partie.

 

Vorher fertig war Domi. Nach der eher unpopulären Partie vom Vortag machte er seine Sache heute besser. Ähnlich wie Domi gestern schwächte sein Gegner Robert Meyer die eigene Königsstellung (was haben die alle nur mit ihrem Bauern auf f3??). Domi konnte einen gegnerischen Springer ein wenig fesseln (nachdem er bereits einen Bauern gewonnen hatte) und diesen auch gewinnen - sein Gegner gab praktisch sofort auf.

 

Dennis spielte gegen GM-Killer (ok, genau ein GM) Ruben Mantel und in einem Halbslaven spielte Dennis mit Weiß, da es ja nichts einstellte und er keinen Bock auf Theorie hatte, im sechsten Zug c5. Dadurch ermöglichte er Ruben den Hebel e5 und die Talente stand zunächst ein wenig schlechter. Dann wurde Ruben ein wenig zu optimistisch und griff mit Dame und Springer den weißen König an.

Etwas zu überambitioniert ließ er zu, dass es wenig Platz für seine Figuren gibt - Dennis glaubte clever Lxh3 zuzulassen, den eigenen König nackig zu machen und mit einem Zwischenschlag eine Figur zu gewinnen. Leider funktionierte das nicht wegen einem Zwischenzug und auf einmal gab es statt Mehrfigur einen Minusbauer. Mit beherzten 'Alles-auf-den-König-schmeißen'-Schlachtrufen versuchte die weiße Armee den schwarzen Monarchen zu entthronen, und siehe da - der Bauer war zurückgewonnen, die Damen getauscht und es gab Remis.

 

50% und so. Am Nachmittag verschlug es Dennis und Domi an die Bretter 2 und 3, während Chefchen auf Brett 23 angesiedelt war. Dort wurde er seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. In einer Wiener Partie griff er wie gewohnt mit Herzblut an. Als sein Gegner Michael Schaller zur Verteidigung nicht opferte, um den Angriff aufzuhalten, holte sich unser Chefchen seinen zweiten Punkt!

 

Domi schickte sich an, gegen die Nummer 2 Richard Saathoff seine Sache besser zu machen als gestern gegen Schachfreund Konsek. SW Nürnberg Süd-Spieler machen da aber offenbar nicht mit - als im Spanier auf einmal von Schwarz der böse f-Bauer kam (1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 f5!?), sah sich unsere Ente gezwungen, Hirnschmalz und Zeit in die Stellung zu investieren. Er entschied sich dazu, das Spiel verflachen zu lassen und es wurde um den Ausgleich gependelt.

 

Dann beschloss Domi, einen Abzug durchzuführen um noch mehr abzutauschen - dabei übersah er einen Bauernschlag bzw. die Stärke von diesem. Als noch ein zweiter fiel, griff Domi bei immer knapper werdender Zeit zur Brechstange g4 - was nur zu einem weiteren Leichtfigurentausch führte. Ein Dauerschachversuch wurde pariert und nach einem Turmeinsteller war dann endgültig Schluss.

 

Dennis spielte an Brett 2 gegen die Nummer 1 des Turnieres, Maximilian Bildt. In einem Franzosen griffen die schwarzen Bauern den Damenflügel und die weißen Bauern den Königsflügel an – aus Prinzip rochierte keiner der beiden Könige. Verteidigung wird eh überwertet... Das dachte sich Dennis mit schwarz sowieso und überschätzte zum einen seine eigenen Möglichkeiten und unterschätzte auch noch die seines Gegners.

 

Als der eigene Angriff (welch Wunder) nicht durchschlug, wurde die Luft für den schwarzen König schon sehr dünn und eigentlich konnte auch einfach mal ein weißes Pferdchen auf f7 schlagen und einen Turm gewinnen. Als das Hottehü stattdessen auf g6 wanderte, konnte Dennis die Stellung mit Ach und Krach halten, hatte aber nur noch eine Minute für 11 Züge. Meister Bildt verlor jedoch völlig den Faden und hatte Angst vorm schwarzen Gegenspiel – nach dem Damentausch war das Endspiel aber auf einmal besser und angenehmer für Schwarz.

 

Trotz geringer Zeit hielt sich Dennis bis zum 40. Zug, den er mit 7 Sekunden auf der Uhr spielte – und prompt hätte der Gegner einen schwarzen Turm einsperren können. Tat dieser aber nicht. Nach einem ungeschickten Bauernvorstoß übersah der Gegner ein Abzugsschach und Dennis konnte eine Figur gewinnen (der Gegner hätte eine Qualität gewinnen können, dann wäre aber ein Endspiel mit 2D+S gegen D entstanden, weil Dennis auf einmal DREI Freibauern auf der 2. Bzw. 3. Reihe gehabt hätte – verbunden auch noch…) und somit auf einmal die Partie. Da hatte Fortuna auch ihre Fingerchen im Spiel…

 

Stand nach 5 Runden: Dennis 4/5, Domi 3/5 und Chefchen 2/5! Morgen sind Dennis (der runtergelost wird) und Domi nominelle Favoriten und Chefchen hat schon wieder mit den mehr als unglücklichen Entscheidungen (jaja, ich weiß, feste Regeln, aber das ist doch nicht normal) von SwissChess zu kämpfen und einen fast-1800er als Gegner.  Dennis kann aufs Podest hoffen (momentan auf Platz 4), allerdings gibt es noch sieben (!) andere mit vier Punkten und auch noch einen mit 4,5 (Frechheit). Der letzte Tag bietet demnach genug Action – Go go go!

 

Tag 4: Jäklechemie setzt sich durch - in jeder Hinsicht

 

In der sechsten Runde drehte unser Chefchen auf und zeigte allen, wieso er der Chef des Talenten-Vereins ist. Gegen Jörg Dippel kam erneut ein Rubinstein ans Brett. Als sich der Gegner weigerte, die Damen einzustellen, holte die Chef-Ente gefühlt nicht nur eine sondern an die 100 Brechstangen raus und ließ seinen Läufer Richtung lang rochiertem König auf a6. Danach setzte Peter zu einem sehenswerten Mattangriff an, der nicht mal halb zu parieren war. Nicht mal im Ansatz - Sieg für den Schach-Jäkle-Chef! Wer braucht schon DWZ, 350 Punkte sind nix.

 

Domi zeigte, dass Theorie was für Anfänger ist. Gegen den Orang-Utan 1.b4 seines Gegners Henri Berntgen wählte er 1…c6  und nach dem eigentlich harmlosen 2.e3 war das Chaos perfekt. Nach 5 Zügen hatte Henri bereits 30, Domi bereits 60 (!) Minuten verbraucht – in den ersten 7 Zügen kamen von Domi 5 Bauernzüge und 2 Damenzüge (liebe Kinder, NICHT nachmachen. Eröffnungsgrundlagen haben ihre Berechtigung. Naja. Manchmal...). Er kam mit zwei Mehrbauern aus der Geschichte raus und sein Gegner gab überraschend schnell auf.

 

Die 100% in Runde 6 perfekt machte Dennis gegen Aylin Albayrak. In der etwas ominösen Eröffnung (1.d4 Sf6 2.c4 d5!? 3. Cxd5 Sxd5 4.e4 Sf6) hatte Dennis früh Entwicklungsvorsprung. Die Gegnerin versuchte, den weißen Damenflügel aufzubrechen, vernachlässigte dabei ihre eigene Königssicherheit massiv. Nach einem Läuferopfer auf h7 (welches abgelehnt wurde) ließ die Queen ihre gesamte Streitmacht auf den schwarzen Monarchen los – nicht lange später war dieser in einem Mattnetz gefangen. Als zu gierig ein Bauer geschlagen wurde, war die Partie vorbei – unabwehrbares Matt.

 

Stand vor der letzten Runde: Peter lag bei 50%, Domi hatte 4/6 und würde mit einem Sieg noch in die TOP10 aufrutschen und Dennis hatte mit 5/6 noch reelle Chancen auf den Turniersieg – er teilte sich die Ehre aber mit 3 anderen Spielern und lag nur um einen halben Buchholzpunkt vorne. Für Spannung in der letzten Runde war also bestens gesorgt…

 

Könnte man meinen, jedenfalls. Tatsächlich verlief die Runde zumindest schachmäßig für die Talente der Jäklechemie wesentlich unspektakulärer als alle sechs Runden davor. Domi griff als Weißer den Robert Neumann‘schen Sizilianer etwas übermütig an (wer braucht schon Verteidigung) und schob praktisch seinen gesamten Königsflügel nach vorne. Naja, und das war es dann eben schon – keine der beiden Kontrahenten fühlte sich großartig wohl und so wurde im 13. Zug Remis nach hartem *hust* Kampf vereinbart. – 4,5/7 und Rang 10, TOP10 trotzdem geschafft!

 

Auch bei Peter ging es schnell. Gegen Günter Diebel verdrehte er bereits in der Eröffnung bei einem Abtausch Züge und steckte aus Versehen eine Figur zu viel ins Geschäft. In einer Harakiri-Aktion erhöhte er mit so ziemlich allen Bauern des Damenflügels den Einsatz, um den lang rochierten König klein zu kriegen – erfolgslos. Mit so viel Minussteinchen musste das Chefchen dann doch die Waffen strecken – 3/7 und Rang 41. Na, immerhin einen Platz über der Erwartung!

 

Dennis musste an Brett 1 gegen die Nummer 2 Richard Saathoff ran. Gegen den Königsinder wählte er sämisch, worauf Richard einen Bauern für positionellen Vorteil opferte. Trotz Damentauschs geriet Dennis mehr und mehr unter Druck und konnte den Laden nur mit Gewalt zusammenhalten. Nach ein paar Leichtfigurenabtäuschen war die Stellung annehmbar, auch wenn der Mehrbauer mittlerweile Teil eines isolierten Doppelbauers war.

 

Mit ‚knapp werdender Zeit‘ (Zug 23 und noch knappe 20 Minuten, aber wir alle kennen Dennis Zeitnöte...) bot Dennis in unklarer Stellung Remis, was der Gegner zähneknirschend annahm. In der Analyse kam raus, dass dies wohl gerechtfertigt war, auch wenn Schwarz doch einen Tick mehr am Drücker war… 5,5/7 für Dennis!

 

Nun hieß es warten: Die Partien an den Brettern 2, 3 und 4 gingen so aus, dass 5 (!) Spieler 5,5 Punkte hatten – und niemand mehr! Also musste die Buchholz entscheiden. Und erst nach der vorletzte Partie Bildt-Rausch, in der Schachfreund Bildt als Sieger hervorging, war klar, dass Dennis sich mit einem halben Buchholzpunkt Vorsprung über die Ziellinie gerettet hat und das Turnier tatsächlich gewann!

 

Yo, kann man sich nicht beklagen. Peter und Domi über ihrer Setzlistenerwartung (Domi dabei sogar TOP10, Peter schlägt seinen ersten 1700er!) und Dennis wird mal eben Kreiseinzelmeister – kann sich die liebe Jäklechemie wohl kaum beklagen!

 

Vielen Dank an SW Nürnberg Süd und insbesondere Helmut Luther für eine klasse Ausrichtung – ein super Turnier und ein fantastischer Start ins neue Jahr! So kanns weitergehen...

 

Einzelergebnisse: 

 

 

Dennis Adelhütte (1904) - 5,5/7: Platz 1

 

Robert Weidenhöfer (1544) - D.A. 0:1

D.A.  - Hubert Mantel (1655) 1:0

Peter Erlbeck (1976) - D.A. 1/2

D.A. - Ruben Mantel (1950) 1/2

Maximilian Bildt (2108) - D.A. 0:1

D.A. - Aylin Albayrak (1601) 1:0

D.A. - Richard Saathoff (2076) 1/2

 

Dominik Bachhuber (1874) - 4,5/7: Platz 10

D.B. - Michael Berntgen (1539) 1:0

Thomas Hahn (1647)- D.B. 0:1

D.B. - Peter Konsek (1958) 0:1

Robert Meyer (1640) - D.B. 0:1

D.B. - Richard Saathoff (2076) 0:1

Henri Berntgen (1769) - D.B. 0:1

D.B. - Robert Neumann (1830) 1/2

 

Peter Lingl (1447) - 3/7: Platz 41

P.L. - Helmut Süß (1823) 0:1

Melissa Albayrak (765) - P.L. 0:1

P.L. - Robert Meyer (1640) 0:1

Bajram Lluqig (1785) - P.L. 1:0

P.L. - Michael Schaller (0000) 1:0 

P.L. - Jörg Dippel (1791)  1:0

Günter Diebel (1714)  - P.L. 1:0

Hier gehts zur Turnierseite.

 

Dennis Adelhütte

Drei Klassen übersprungen 

18.08.2016



 

Aufgrund der etwas chaotischen Terminkonstellation zogen nahezu alle Vereine ihre Teilnahme am diesjährigen Pokalwettbewerb zurück - so durften wir gleich drei "Klassen" überspringen und nach dem Sieg in der Vorrunde bereits das Finale gegen SW Nürnberg Süd ausspielen.



 

Mit dem Mut des Außenseiters waren wir (Thomas und Sandra Ross, Philipp Junk, Dr. Reinmar Killmann) zu unseren Nürnberger Nachbarn angereist. Ein bisschen durften wir gegen die hochfavorisierten Gastgeber sogar auf die Sensation hoffen, obwohl die DWZ- Unterschiede jeweils zwischen 200 und 400 Punkten zu unseren Ungunsten lagen. Denn:

 

Thomas (Brett 1, weiß) brachte uns bereits nach wenigen Zügen überraschend in Führung, nach einem Figureneinsteller gab der Gegner sofort auf! Damit war Brett 1 gewonnen und ein 2:2 hätte uns zum Sensations-Pokalgewinn nach Berliner Wertung gereicht.

 

Bei Reinmar (Brett 2, schwarz) lief es leider umgekehrt: Nach wenigen Zügen hatte er schon einen Bauer weniger, kämpfte zwar noch bis zum 40. Zug, aber bei mehr als 400 DWZ- Punkten Unterschied war nichts zu machen. 1:1!

 

Sandra (Brett 3, schwarz) stand lange ausgeglichen und hat die Partie erst in der Zeitnotphase unglücklich verloren. 1:2!

 

Somit lag es an Philipp (Brett 4, weiß) den Pokal zu erringen. Nach einer spannenden Partie, in der er lange besser stand, hatte er ein Endspiel mit Mehrbauer: 2T+B gegen 2T. Ob das zu gewinnen war, werden erst ausführlichere Analysen zeigen. Philipp hats jedenfalls versucht, leider dabei einen Turm eingestellt, so dass es am Ende 3:1 gegen uns hieß.



 

Fazit: Trotz des gewaltigen DWZ-Nachteils an allen vier Brettern hatten wir lange Zeit eine Hand am Pokal und am Ende auch reichlich Pech, dass es mit dem Gesamtsieg nicht klappen sollte. Trotzdem eine respektable Leistung und natürlich gehen unsere Glückwünsche an den (selbsternannten) coolsten Verein Mittelfrankens. Grüße vom zweitcoolsten Verein der Region! ;-)  

 

Dr. Reinmar Killmann & Alexander Kittler

 

 

Brett SW Nürnberg Süd DWZ 3 : 1 SC JÄKLECHEMIE DWZ
1 FM Johannes Fischer (s)   2216 0 : 1 Thomas Roß (w)   1934
2 Gerhard Reis (w)   2212 1 : 0 Dr. Reinmar Killmann (s)   1801
3 Manfred Eiber (w)   2139 1 : 0 Sandra Roß (s)   1733
4 Richard Saathoff (s)   2057 1 : 0 Philipp Junk (w)   1828

Vorrunde im Pokal - Talente sind weiter!

05.06.2016

 

Als Teilnehmer der einzigen Paarung der Vorrunde der Pokalmannschaftsmeisterschaft 2016 (nur Vorjahresnichtteilnehmer müssen die Vorrunde ausspielen und die Anzahl war dann auch noch ungerade) fuhren wir bei halbwegs entspanntem Wetter zur AWO nach Fürth, um dort gegen die SF Fürth anzutreten.

 

Einige Terminkollisionen mit lästigen Dingen wie Rock im Park, Urlaub, Abschlussprüfungen und Magen-Darm-Infekten hatten fast zur Folge, dass wir keine volle Mannschaft stellen konnten. Über die schlagfertige Truppe

 

Brett 1: Martin Killmann

Brett 2: Dennis Adelhütte

Brett 3: Dr. Reinmar Killmann

Brett 4: Jan Petermann

 

konnten wir uns aber nicht beklagen und auch die Gegner hatten scheinbar mit Nebensächlichkeiten zu kämpfen, sodass sie sich mit Spielern ihrer 2. Mannschaft begnügen mussten und wir als Favoriten ins Rennen gingen.

 

Tatsächlich lief der Mannschaftskampf sehr souverän ab: Jan spielte mit den weißen Steinen von Beginn an den schwachen Punkt f7 an, welchen der Gegner auch nur mangelhaft deckte. Als f7 fiel und der gegnerische König auf Wanderung ging, schien bereits ein erster Punkt in Reichweite.

 

Martin stand auch schnell besser: In einem Slawen wählte der Gegner das etwas mysteriös anmutende ..b6 und musste, als die c-Linie geöffnet wurde, zu Zügen wie Se8 greifen.

 

Bei einem solch doch positiv stimmenden Stand gab Reinmar seine Partie Remis. Sein Gegner kannte sich im Skandinavier jedoch eventuell fast besser aus und es entstand eine Stellung, in der das Talent mit Schwarz nicht wirklich das Sagen hatte. Als der Kontrahent etwas überraschend Remis bot, wurde dieses angenommen - 0,5:0,5.

 

Dennis hatte mit den schwarzen Steinen einen Tarrasch-Franzosen am Brett, der sich zu einem Abtauschfranzosen vereinfachte. Die Stellung tendierte immer zum Ausgleich, allerdings waren Dennis Figuren besser positioniert und hatten bessere Angriffsmöglichkeiten. Als der Gegner in eine für ihn bequeme Stellung abwickeln wollte, übersah er jedoch einen Zwischenzug und verlor einen Bauern.

 

Sah alles super aus - und es endete auch super. Nachdem der gegnerische König sogar auf der c-Linie ankam, konnte Jan eine Figur gewinnen und das Endspiel souverän nach Hause fahren.

 

Martin holte auch zum großen Schlag aus und selbst wenn es Verbesserungspotential gab, setzte er seinen Angriff mit einem schönen Einschlag und einem Figurengewinn per "Schach-Schach-Schach-Schach-Buff-Weg" durch. Da macht es auch nichts, wenn der Gegner zwei verbundene Freibauern hat - 2,5:0,5

 

Mit einem Mannschaftssieg im Rücken spielt es sich doch wesentlich angenehmer. Dennis Gegner griff beherzt an und opferte dabei einen weiteren Bauern. Und dann opferte er auf einmal furchteinflößend die Dame. Große Augen beim Publikum und beim Talent. Er schlug die Dame, rechnete ein wenig und ja - es gab nichts zum Fürchten. Nix furchteinflößend. Dennis ist umsonst 10 Jahre älter geworden - mit dem Materialnachteil gab der Gegner quasi sofort auf.

 

Fazit: 3,5:0,5!

 

Ein schöner Einstand und hey - wir haben einen Kampf im Turnier gewonnen! Das wird nicht jede Mannschaft von sich behaupten können, im Viertelfinale scheiden ja schon ein paar aus, die noch nicht gespielt haben... ;-)

Dennis Adelhütte

Die Einsteller, die ich rief

17.05.16

 

Durch den zweiten Platz bei der bayerischen U25-Schnellschachmeisterschaft erspielte sich Dennis Adelhütte wie im Vorjahr die Qualifikation zur bayerischen Schnellschachmeisterschaft. Leider war das Feld sowohl quantitativ als auch qualitativ deutlich schwächer besetzt als letztes Jahr (3 statt 12 Titelträger, 16 statt 36 Teilnehmer). Dies änderte nichts daran, dass Dennis auf 16 gesetzt war und somit für jeden Punkt dankbar war. Nach einer gemütlichen Anreise nach Rosenheim (3 Stunden in einem überhaupt nicht wohligwarmen Auto... Yay!) kam er in der gemütlichen Pension an und es ging kurz danach los:

 

In der ersten Runde konnte er seine Dankbarkeit über jedes Pünktchen gleich zum Ausdruck bringen: Sein Gegner opferte im Tarrasch-Franzosen eine Figur auf h7 und hätte Dauerschach geben können. Das war ihm aber nicht genug und er versuchte zu gewinnen. Dennis bewegte seine ganzen Ressourcen zum Königsflügel und vertrieb die angreifenden Figuren und griff gleichzeitig an. Auch ein Turmopfer brachte nichts mehr und Dennis gewann völlig überraschend die erste Runde.

 

Es sah so aus, als ob es so weitergehen würde: In der zweiten Runde griff er einen Skandinavier beherzt an und erspielte sich eine sehr gute Stellung. Leider ließ er dann einen Bauern stehen, der wichtig gewesen wäre. Als Dennis Angriff nicht durchschlug, versuchte er mit ablaufender Zeit ein Mattnetz zu spinnen - in welches er selber geriet. 0:1!

 

Die nächste Partie erinnerte stark an die erste - diesmal im Abtauschfranzosen gab es erst ein Figurenopfer und dann noch ein Turmopfer. Auch hier reichte es nicht zum Sieg. Dennis König stand jedoch so offen, dass er in ablaufender Zeitnot keinen Weg fand, alle Dauerschächer abzuwehren - Remis.

 

Die letzten beiden Runden des ersten Tages waren dann wirklich 'Stuff zum Vergessen': Gegen einen Caro-Kann-Aufbau griff er wieder an, hatte jedoch einen kapitalen Blackout. Er schlug einen Bauern, in dem Glauben, dass die deckende Figur an den König gefesselt war. War sie aber gar nicht, da stand noch ein Bauer dazwischen... Da in so einer Partie in der Regel schon aus psychologischen Aspekten nichts mehr rauskommt (mal ganz abgesehen von "Minusfigur ist Minusfigur"), knallte es folgerichtig die zweite Niederlage.

 

Im Vorstoßfranzosen der Nummer 4 des Turniers (was auch immer er da hinten mit 1,5/4 tat) wollte das Talent zu viel Chaos erschaffen - und konnte dabei nie wirklich Angriff erzeugen. Im Gegenteil - er geriet immer tiefer in eine Versumpfung von Fesselungen. Mit einem schönen Damenopfer wurde Dennis von zwei Läufern Matt gesetzt - wenigstens ästhetisch.

 

1,5/5 nach dem ersten Tag. Hört sich jetzt schlimmer an als es ist, wenn man auf 16 von 16 gesetzt ist, muss man eben mit sowas rechnen. :-)

 

Der zweite Tag fing nicht wirklich besser an. In der Miese-Variante im Schotten stellte Dennis einen Bauern ein im Versuch, den gegnerischen König anzugreifen (der aufmerksame Leser könnte ein Muster entdecken). Da man schon zu nahe am Endspiel war, war nichts mehr zu drehen und trotz aller Endspieltricks mit Durchbrüchen sackte der Gegner souverän den Punkt ein.

 

In der siebten Runde konnte er gegen die Nummer 5 des Turniers endlich die Geister der letzten Runde vertreiben. In einem Königsinder mit Schwarz wurde mal wieder der gegnerische König angegriffen, diesmal aber deutlich erfolgreicher. Er übersah leider einen Zwischenzug und am Ende gab es dann Turm und Bauer gegen zwei Leichtfiguren im Endspiel.

 

Eigentlich war die Stellung schlechter, der Gegner fand jedoch nicht die besten Züge. In einer Zeitnotschlacht (die das Talent überlebte, obwohl er 10 Sekunden gegen 5 Minuten hatte - Fischer-Modus sei dank) versuchten beide Parteien, ihre Bauern durchzudrücken - Endergebnis: Dennis T+K vs. gegnerischer S+2B+K (verbundene Bauern). Eigentlich war das Endspiel Remis, der Gegner dachte jedoch nicht an seine Zeit und ließ diese einfach ablaufen. Hups...

 

Den Schwung konnte er leider nicht mitnehmen - der einzige Gegner in Schlagweite mit lediglich 20 DWZ-Punkten mehr fand ein gutes Rezept gegen das Chamäleon (geschlossener Sizilianer mit Se2) und als Dennis versuchte, sich zu entklammern, stelle er erst einen Bauern und eine Figur ein. Und Matt wars auch noch. Hups!

 

Da es dem Gegner aus der letzten Runde mit 0/3 am zweiten Tag noch uncharmanter erging, einigte man sich mit diesem schnell auf Remis. War natürlich auch schon eine Remisstellung mit noch 30 Figuren auf dem Brett. Glaubt ihr nicht? Ach... ;-)

 

Fazit: 3/9 und Platz 14 von 16!

 

Das liest sich jetzt furchtbarer als es eigentlich war. Die Einstellerrate war einfach viel zu hoch, was (abgesehen von Punkten) auch interessante Partien verhindert hat. Interessant ist dabei auch die Quote von 0,5/5 mit Weiß und 2,5/4 mit Schwarz - das ist eigentlich schon ein Erfolg mit den schwarzen Steinen...

 

Ansonsten war das Turnier lustig und die Atmosphäre super. Schönes Wetter, extrem gutes Essen und eine Landschaft sorgten dafür, die schachlich weniger erfolgreichen Aspekte schnell zu vergessen und ja - so ist man motiviert, nächstes Jahr wieder zu kommen und dann einen Bauern weniger einzustellen! ;-) 

 

Hier geht’s zur Tabelle.

 

Dennis Adelhütte

Hauptturnier im Falken - Philipp war dabei!

11.04.2016

 

Philipp Junk ergatterte einen Freiplatz für die Bezirkseinzelmeisterschaft Mittelfrankens. Auf 26 gesetzt (bei 28 Teilnehmern) schlug er sich sehr gut, aber lest seinen Kommentar zum Turnierverlauf selbst:

 

Runde 1: Peter Erlbeck: Nach solider Eröffnung stellte Philipp mit den schwarzen Steinen durch zu unbedachtes Spiel schnell 2 Bauern ein. Die resultierende Stellung versuchte er noch ein bisschen weiterzuspielen, allerdings ohne Erfolg, da die schlechte Stellung seiner Figuren vom Gegner schnell ausgenutzt wurde.

 

Runde 2: Christian Brenner: Philipp kam mit Weiß gut aus der Eröffnung heraus, und opferte in aktiver Stellung einen Bauern für aktives Spiel. In der nachfolgenden Zeitnotphase entschied er sich für den falschen Plan, verlor dabei eine Qualität und gab nach dem 40. Zug die nicht mehr spielbare Stellung auf. 

 

Runde 3: Markus Hannweber: Mit Schwarz spielte Philipp einen offenen Sizilianer, in dem absolut nichts los war. Da er keine Chancen auf aktives Spiel fand, gab er die Partie schnell remis.

 

Runde 4: Dimitrios Vogiatzis: Philipp kam mit den weißen Steinen in seine Vorbereitung auf das Mittelgambit und konnte eine gute Stellung mit Mehrbauern erreichen. Danach unterschätze er die schwarzen Angriffschancen und geriet in einen sehr starken Angriff, der letztendlich von seinem Gegner siegreich beendet werden konnte.

 

Runde 5: Hermann Schlötterer: Nach unkonventioneller Eröffnungsbehandlung seines Gegners erreichte Philipp mit den schwarzen Steinen eine angenehme Stellung. Sein Gegner versuchte sich daraufhin an einem Angriff, welchen Philipp allerdings parieren konnte. Infolgedessen konnte Philipp die unglückliche Stellung der weißen Figuren ausnutzen und einen Sieg erkämpfen.

 

Runde 6: Elof Cordts: Philipp mit Weiß entschied sich für einen geschlossenen Sizilianer und wurde von seinem Gegner mit einer Rochade auf den Damenflügel überrascht. Daraufhin gelang es ihm, einen Angriff aufzuziehen, dann mit einem schönen Opfer auf die gegnerische 7. Reihe einzudringen und schließlich die gegnerische Dame und damit die Partie zu gewinnen.

 

Runde 7: Stefan Leis: Philipp kam mit den schwarzen Steinen nach einer ungewöhnlichen weißen Eröffnungsgestaltung gut aus der Eröffnung, spielte dann aber etwas zu aktiv. Dies versetzte ihn in eine praktisch sehr schwer spielbare Stellung, die er letztendlich verlor.

 

Runde 8: Richard Gajewski: Durch eine frühe Unaufmerksamkeit seines Gegners kam Philipp sehr schnell in Vorteil und sein Gegner streckte nach 12 Zügen die Waffen.

 

Runde 9: Michael Balhar: Mit Weiß konnte Philipp im abgelehnten Königsgambit früh einen Bauern gewinnen. Nachfolgend setzte er seinen Gegner unter Druck, dem dieser letztendlich nachgab.

 

Damit erspielte sich Philipp 50% (4,5 aus 9), einen 19.Rang und kann insgesamt auf ein zufriedenstellendes Turnier zurückblicken.

 

Philipp Junk

Vorra 2016 - Dennis muss zum Augenarzt!

15.02.2016 

 

Zur diesjährigen Bezirksjugendeinzelmeisterschaft U12-U25 trat bedauerlicherweise nur ein Talent an - mit Dennis Adelhütte ging
 ein "Vorra-erprobter" Spieler zum fast 10. Mal in Folge an den Start (nur einmal in 10 Jahren musste er wegen einer Klausur passen). Es sollte auch sein letztes Mal als Spieler sein, da er ab dem nächsten Jahr zu alt ist. Dementsprechend wollte er die Altersklasse U18/25 aufmischen - und so halb schaffte er das auch, jedoch in die falsche Richtung...

 

In der ersten Runde traf er auf Patrick Faralisz (DWZ 1740). Als Schwarzer spielte er wie gewohnt französisch; in einer ihm unbekannten Tarrasch-Variantemit f4 rochierte er etwas übermütig in den gegnerischen Angriff und hätte sofort bestraft werden können: Mit einem Doppelfigurenopfer stand Schachfreund Adelhütte sofort auf Abriss. Ein letzter Abwehrzug verunsicherte Patrick aber dermaßen, dass er die Dame auf das falsche Feld zog. So konnte Dennis noch einen Rettungsweg einbauen und alle Drohungen abwehren; zwei Mehrfiguren sind dabei zwei Mehrfiguren und nach dem Damentausch gewann die Talente.

 

Nachmittags spielte Dennis gegen Robert Wagner (DWZ 1935), dem Favoriten der U18-Wertung. Mit Weiß packte er mit dem Chamäleon eine seiner Lieblingseröffnungen aus. Allerdings war es einfach nicht sein Tag: Nachdem er die schwarze Bauernstellung vermeintlich schwach festlegte, versuchte er einen Königsangriff zu starten. Der ging jedoch nach hinten los... Zwar gewann Dennis einen Bauern, jedoch zum Preis von "Völlig den Faden verlieren": In einer Panikattacke und dem Bewusstsein, dass er komplett ausgespielt wurde, fand er kein Rezept mehr gegen die gegnerischen Schwerfiguren und musste sich geschlagen geben.

 

Nun ja, macht nichts, nicht jeder Tag kann gut sein. Als eine Art "Breaking News" kam dann aber: Der nächste Tag muss nicht besser werden. Mit Adrian Wichmann (DWZ 1907) war ein DWZ-mäßig quasi gleichstarker Gegner gegeben, Dennis machte am Damenflügel von Anfang an Druck.

 

Nach einem falschen Turmzug (schon unpassend, wenn bei der vermeintlichen Fesselung auf einmal ein Schach für den Gegner rauskommt) konnte sich der Gegner aber befreien und Dennis gab einen Bauern, um die Figurenaktivität im Endspiel zu behalten. Schnell gewann er den Bauern zurück und versuchte in eigener Zeitnot durch ein Leichtfigurenopfer ein gewonnenes Endspiel zu provozieren. Adrian ließ sich jedoch nicht irritieren und so endete die Partie mit einem Remis.

 

"Desaster struck" in der vierten Runde gegen Kristin Braun (DWZ 1792): Erneut spielte Dennis sein Chamäleon und kam auch schnell zu einem diesmal sehr starken Königsangriff. Den Sack machte er jedoch nicht zu: Statt die Königsstellung zu sprengen, entschied er sich, einen Bauern zu opfern. Ein entscheidender Fehler, nachdem er ausgekontert wurde und einen zweiten Bauern verlor.

 

Eigentlich war der Drops gelutscht, jedoch ließ sich nun auf einmal Kristin auskontern und schwupps, verlor sie drei Bauern. Nachdem die Zeitnot vorüber war, wären nur noch ein paar genaue Züge notwendig gewesen und Dennis hätte sich den ganzen Punkt einverleiben können. An diesen genauen Zügen scheiterte es aber nun und Dennis verlor den Bauern wieder.

 

Dem aufmerksamen Leser müsste das hohe Niveau dieser Partie bereits aufgefallen sein - und es stieg noch weiter, als Dennis erst eine Figur und dann eine Qualität einstellte - damit dann auch die Partie. Auauau.... da hatte sich jemand böse die Finger verbrannt.

 

Mit dem Wissen, dass es eigentlich nicht noch schlimmer werden konnte (eigentlich könnte man jetzt nur noch Damen einstellen), setzte sich Dennis in der 5. Runde mit Schwarz gegen Valentin Krasotin (DWZ 1862) ans Brett und hatte es mit einem Vorstoßfranzosen zu tun.

 

Er antwortete korrekt gegen das schnelle f4 und gerade, als er positionell die b-Linie hätte zu seinem Vorteil nutzen können, tauschte er eine Idee zu früh die Damen ab. In der Zeitnotphase ließ er im Endspiel eine Chance aus und das nach dem 40. Zug entstehende ungleichfarbige Läuferendspiel war einfach remis.

 

Nach 5 weniger beglückenden Partien wurde es endlich Zeit für etwas Sinnvolles - auch in dem Wissen, dass mehrere Talente zu Gast kommen würden! Gesagt, getan: Gegen Nico Meyer (DWZ 1601) gewann er gegen einen Dd6-Skandinavier schon im 10. Zug die Dame (bereits in einer +1 Stellung), was sich dieser nicht mehr zeigen ließ.

 

Vor der letzten Runde fand das allseits beliebte Tandem-Turnier statt. Mit Xenia Lingl, dem hochgeschätzten Gast aus den eigenen Reihen, trat Dennis unter dem Decknamen "Valley Ducks" an; die ebenfalls angereisten Martin Killmann und Philipp Junk traten als "Valley Duck Hunters" an.

 

Und wie es sich für gute "Valley Ducks" gehört, setzten sich Xenia und Dennis gegen die Jäger durch. Insgesamt landeten sie mit 7 Punkten aus 9 Runden auf dem 2. Platz - einen halben Buchholzpunkt hinter den Siegern Adrian und Valentin, einen halben Buchholzpunkt vor den Jägern, einen Buchholzpunkt vor den Erlanger Damen Jessica Du und Hanna Marie Klek und 1,5 Buchholzpunkte vor den Geschwistern Adrian und Melina Siegl. Ein hartes Turnier!

 

In der letzten Runde des Hauptturniers spielte Dennis gegen den eigentlichen Gesamtfavoriten Daniel Weber (DWZ 2055). Da wir aber noch aufräumen mussten, fackelten wir nicht lange und entschieden uns für eine Punkteteilung.

 

Fazit: 3,5/7, Platz 5. In der U25-Wertung reichte es überraschenderweise mit einem Buchholzpunktvorsprung auf Kristin für Platz 2 - was es nicht alles gibt nach einem eher bescheidenen Turnier...

 

Die U18/25-Wertung gewann sehr souverän Robert Wagner mit 6/7 (!), der damit 50 DWZ-Punkte Plus macht und schlicht und einfach gutes Schach spielte; die U25-Wertung gewann Daniel mit 5,5/7.

 

Ich hoffe, dass sich nächstes Jahr, wenn ich (hoffentlich) als Betreuer dabei bin, mehr Talente an dem 4-tägigen Trip beteiligen - es lohnt sich!

 

Hier geht's zu Bildern, Tabellen, etc...



Dennis Adelhütte

KEM 2016 - Mit gemischten Gefühlen ins neue Schachjahr

14.01.16

Bei der diesjährigen Kreiseinzelmeisterschaft des Kreises Mittelfranken Mitte traten das erste Mal in der Geschichte 4 Talente an: 

 

Mit Dennis "Hüttchen" Adelhütte, Michael Effenberg, Philipp Junk (nur für 5 Runden) und Peter "Chefchen" Lingl nahm unser Verein in Zirndorf am Geschehen teil.

 

Auch wenn man zwischendurch hätte meinen können, dass mehr gehustet und geniest wurde, so gab es auch die ein oder andere Schachpartie und so schnitten unsere Spieler insgesamt ab:

 

Peter Lingl (gesetzt auf 34): 29. Platz, 3 Punkte

Der typische Winterfluch von Peter, der ihn auch 2014 in Erfurt traf, schlug wieder zu. Während er in der ersten Runde bei einem überzeugenden Angriff gegen Günter Leuschner einen Gegenschlag übersah, so lief er (im Vereinsduell, yippie!) gegen Michael in Runde 2 und Winfried Berg in Runde 3 früh in taktische Schläge und stand mit 0/3 nicht gut da.

 

Das nun erhaltene Freilos und der Ruhetag schienen hier gerade recht zu kommen: Beherzt griff er Peter Weißmann an, kurz bevor der Sack zu war verpasste Chefchen aber mehrere Gewinnmöglichkeiten und die Partie kippte komplett. Wer jetzt glaubt, Peter hätte die Schnauze voll, der kennt unseren ersten Vorsitzenden schlecht: Am Vormittag holte er sich seinen ersten erkämpften Punkt gegen die kindliche Dame Nese Pinar Albayrak, nur um nachmittags gegen Walch Roger einen weiteren Punkt zu holen. Wäre das Turnier noch ein paar Runden weitergegangen, wer weiß was passiert wäre...

 

Philipp Junk (gesetzt auf 15): 23. Platz, 3 Punkte (aus 5 Runden)

Da Philipp am letzten Spieltag nicht konnte, war bereits vorher klar, dass er einfach nur da ist, um ein bisschen Schach zu spielen. Dieses "bisschen Schach spielen" mutierte recht schnell zu Punkten: Am ersten Tag gewann er beide Partien - gegen den noch eher unerfahrenen, dafür sehr selbstbewussten Ediz Kocak sowie gegen den nicht weniger selbstbewussten, dafür erfahreneren Fast-1900er Martin Drees - zwar spielten beide Kontrahenten nicht optimales Schach (Martin veropferte sich einfach mal gravierend), 2/2 nimmt man natürlich trotzdem gerne mit.

 

Im nächsten Vereinsduell Philipp - Dennis wurde Philipp nach einem taktischen Schlag ausgebremst und nachmittags musste er sich nach fünf Stunden gegen Gerhard Wawor in einem langfristig wohl verlorenen Turmendspiel nach starker Partie geschlagen geben.In der für ihn letzten Runde rundete er das Turnier mit einem Sieg ab - so konnte sich Philipp dank des starken ersten Tages noch über ein DWZ-Plus freuen.

 

Michael Effenberg (gesetzt auf 23): 12. Platz, 4 Punkte 

Das wohl zweifellos stärkste Turnier aus Talente-Sicht spielte Michael. Zwar ließ er sich in der 1. Runde gegen Ruben Mantel dazu verleiten, einen Bauern zu fressen und seine Dame ins Abseits zu stellen, was ihm langfristig zum Verhängnis wurde; danach drehte er jedoch auf: Nach dem Sieg gegen Peter und einem weiteren gegen Attila Albayrak nahm er den Wind mit und schlug mit einem sehr starken Qualitätsopfer und einer tatsächlich überragenden Leistung den Jugendlichen Fast-1900er Patrick Faralisz.

 

Mit 3/4 holte er sich wieder als Außenseiter ein Remis gegen den späteren Fünften Stefan Leis. Mit einem Sieg in der sechsten Runde hätte er sogar noch um eine der Top-Platzierungen spielen können, nach einer weniger gelungenen Eröffnung verlor er aber recht schnell gegen den späteren Turniersieger Gerhard Fuchs. Mit einem Remis gegen Peter Thürauf in der Schlussrunde kam Michi auf sehr starke 4 Punkte und knackte mit einem DWZ-Plus von über 30 Punkten die 1700 - Gratulation!

 

Dennis Adelhütte (gesetzt auf 4): 7. Platz, 4,5 Punkte

Dennis schickte sich bei einer so praktischen Setzlistennummer an, bei den Podestplatzierungen doch ein Wörtchen mitzureden. Daraus wurde nichts: Nach einem mit Ach und Krach erschummelten Punkt gegen Ludwig Müller hatte er auch gegen Fabian Meulner zunächst Glück, dass dieser nach einer von Dennis schlecht gespielten Eröffnung keinen Weg fand, die Stellung zu verwerten und auf einmal war die Talente am Drücker, jedoch in Zeitnot die Stellung ins Remis verdarb. Nach dem Sieg gegen Philipp rettete er sich nach missratener Eröffnung wieder in ein Remis, diesmal gegen Stefan Leis; dabei hätte Dennis auch einfach mal einen Bauern zweizügig gewinnen können.

 

In der 5. Runde verlor Dennis nach fünf Stunden gegen Stefan Hannweber; zunächst stand er klar auf Gewinn, in der ersten Zeitnotphase entschied er sich für ein doppeltes Turmendspiel mit Mehrbauern, was schwerer zu gewinnen war als es auf den ersten Blick aussah. Und schwupps war es überzogen und Dennis verlor noch.Nach 1,5 Punkten in den letzten beiden Runden - gegen Aylin Albayrak gewann er bereits in der Eröffnung eine Figur und gegen Gerhard Rummel war im 20. Zug bereits ein remisliches Endspiel entstanden - wurde ein wenig Schadensbegrenzung betrieben und es gab nur ein kleines DWZ-Minus.

 

Insgesamt kann man wohl zufrieden sein - nächstes Jahr könnte vielleicht das ein oder andere Talent mehr antreten! ;)

 

Hier geht's zur Tabelle...



 

Dennis Adelhütte 

Satz mit x, das war wohl nix

14.01.16

Bei der diesjährigen mittelfränkischen Blitzmannschaftsmeisterschaft nahmen wir mit dem gemäß der Jahresblitzwertung stärksten Team
 des Vereins teil:

 

Brett 1: Dennis Adelhütte,

Brett 2: Philipp Junk

Brett 3: Martin Killmann

Brett 4: Alexander Kittler

 

Dass wir mit diesem Team um einen Mittelfeldplatz im insgesamt mit 14 Teams bestückten Teilnehmerfeld spielen konnten, hatten wir uns eigentlich schon ausgerechnet; klar favorisiert waren die Mannschaften von SC Noris-Tarrasch Nürnberg, SW Nürnberg Süd, SG Büchenbach/Roth und SC Erlangen.

 

Leider lief genau an diesem Tage bei den Talenten nicht wirklich viel zusammen. Bei einer Gesamtbilanz von 9 Niederlagen, einem 2:2 und drei Siegen (7 Mannschaftspunkte) landeten wirauf dem 12. Platz. Während bei den 0:4-Niederlagen gegen Nürnberg Süd, Erlangen, SG Fürth und Büchenbach wohl nicht viel zu beanstanden (außer den fehlenden Punkten) ist, ging es bei den anderen Verlusten schon deutlich knapper zu.

 

Gegen Zabo Nürnberg und Heideck-Hilpoltstein verloren wir jeweils 1:3 und beide Male stand Dennis auf Gewinn und verspielte den Sieg in Zeitnot; auch gegen Neumarkt hätte Dennis mit mehr Zeit beim Stand von 1:2 auch noch auf Zeit spielen können, lief aber in bereits verlorener Stellung in ein Matt.

 

Gegen den SC Bechhofen verloren wir 1,5:2,5, wobei Dennis sich hier veropferte und Alex in gravierender Zeitnot Patt setzte. Gegen die späteren Sieger Noris-Tarrasch zeigten wir dann auf einmal unsere Qualitäten und wäre bei Alex nur eine Sekunde mehr auf der Uhr gewesen, hätten wir nach Dennis überraschendem Sieg auf Brett 1 mal eben den mittelfränkischen Meister am Meisterwerden gehindert.

 

Beim 2:2 gegen Dinkelsbühl überzog Philipp und Martin ließ sich über die Zeit heben - in gewonnener Stellung. Man sieht schon - es fehlte einfach das letzte, vorletzte und noch viele weitere Quäntchen Glück...

 

Immerhin gewannen wir auch drei Mal - gegen SV Lauf gewannen wir überzeugend 2,5:1,5, auch unser Sieg gegen Heilsbronn war mit 3:1 ohne Fehl und Tadel. Dass die ursprüngliche Einschätzung von "Mittelfeldplatz" nicht völlig daneben war, bewiesen wir in der vorletzten Runde gegen den TSV Cadolzburg, als wir einfach mal 3,5:0,5 gewannen - gegen den späteren Viertplatzierten, welche immerhin Büchenbach, Süd und Erlangen schlugen!

 

Also: Fleißig bei den Monatsblitzen trainieren, dann stellen wir vielleicht die ein oder andere Figur weniger ein - nächstes Jahr läuft alles anders! ;)

 

Einzelbilanzen:

 

Dennis: 4,5/13

Philipp: 3,5/13

Martin: 4,5/13

Alex: 4/13 

 

Hier geht's zur Tabelle...



 

Dennis Adelhütte

Jugend-KEM 2015

07.11.2015

 

Zur diesjährigen Jugendkreismeisterschaft im Loni-Übler-Haus (Nürnberg) konnten wir leider nur mit 2 Teilnehmern an den Start gehen - wegen einer schulischen Veranstaltung mussten gleich mehrere unserer "Kids" absagen. Somit traten mit Tobias Vemmer und Finn Deuschle die einzigen beiden Talente in der U10 an.

 

Es sollte wahrlich nicht unser Wochenende werden: Tobias erwischte keinen guten Tag und so musste er sich bereits in der ersten Runde im Eiltempo geschlagen geben. Nachdem die zweite Partie noch schneller verloren ging, war die Stimmung natürlich auf dem Tiefpunkt.

 

Noch eine Woche zuvor konnte er am selben Ort stark aufspielen und mit überwiegend sehr sauberen Partien auf sich aufmerksam machen. Dabei schrammte er gegen den haushohen Favoriten (und späteren Turniersieger aus Erlangen, > 1300 DWZ) hauchdünn an einer Überraschung vorbei - und somit auch am Treppchen.

 

Nichtsdestotrotz war die Welt da noch in Ordnung.

Jedoch nicht am heutigen Tag. Deshalb wollte er das Turnier nach der zweiten Runde nicht weiterspielen - schade, aber in diesem Moment verständlich. Wie stellte es anschließend ein Außenstehender treffend fest: "Halb so wild, solche Tage gibt es eben ..."

 

In der Zwischenzeit hatte Finn schon einen halben Punkt gesammelt. Oder 1½ verschenkt. Je nachdem. In der ersten Partie hatte er mehrfach ein Matt auf dem Brett, war aber zu sehr auf seinen Freibauern fixiert. Leider schenkte er seiner Grundreihe dabei nicht die größte Aufmerksamkeit ...

 

Das Ende der folgenden Partie war tatsächlich noch ärgerlicher, denn es fehlte nur ein Buchstabe zum ersten Sieg: Finn setzte seinen Gegner Patt - er hatte einfach zu viele Figuren auf dem Brett ...

 

Ein Zwischenfazit zu diesem Zeitpunkt: eigentlich gut gespielt, aber eben auch mit der Geschwindigkeit eines Maschinengewehrs. Im Alter von 7 Jahren ist das freilich nur allzu verständlich. Dennoch sollte er in den folgenden Partien sein Augenmerk auch darauf richten - und es gelang - größtenteils.

 

Immerhin 3 Punkte standen schließlich zu Buche, also kein Grund enttäuscht zu sein. In jeder der sieben Runden hatte Finn Gewinnchancen, zwischenzeitlich auch immer mehr Material auf dem Brett. Die nötige Geduld und Ruhe fehlten aber oftmals noch, um diesen Vorteil auszuspielen.

 

Das Schöne (und viel Wichtigere) ist jedoch, dass er - und unsere anderen jungen Talente - eine persönliche und schachliche Weiterentwicklung durchleben, die mit Freude an der Gemeinschaft und dem Schach an sich einhergehen. Und so kommen irgendwann auch die Ergebnisse!

Vielleicht schon bei den ersten Jugendturnieren im neuen Jahr, bei denen wir wieder mit mehreren Jugendlichen vertreten sein werden.  

 

Alexander Kittler

Herzlich willkommen

auf der Homepage

unseres Schachvereins!

Druckfrisch aus

unserer Presseabteilung:

 

Bay. Blitz-MM 2017

(22.03.2017)

 

7. Runde - Kreisliga 1

(14.03.2017)

 

Mfr, U25-EM 2017

(08.03.2017)

Trainingszeiten:

 

Freitag 18:00 - 19:30 Jugend

 

Freitag ab 19:30 Erwachsene

 

Einzeltraining individuell

Tägliche Schachaufgaben:

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