Im Westen (Nürnbergs) nichts Neues

03.05.2016



 

Alle Jahre wieder - Teil 2. Oder: Wer nach Neumarkt fährt, fährt auch nach Postbauer-Heng. Ganz so war es allerdings nicht und so fuhren mit Finn Deuschle, Tobias Vemmer (beide U10) und Tobias Völk (U25) nur drei Talente zum alljährlichen Rapidturnier.



 

In der U10 gab es keine größeren Überraschungen, hier wurden die fast schon traditionellen Punktzahlen erzielt. Unser Junioren-Senior erwischte dahingegen einen guten Tag und mischte trotz klarer Außenseiterrolle die U25 mächtig auf.



 

Doch beginnen wir mit unseren Jüngsten:

Finn hatte am heutigen Tage eine ganz besondere Idee und nahm es sich zur Aufgabe, die beiden anwesenden Betreuer einige Jahre altern zu lassen. Durch seine rasante Spielweise schoss er sich allerdings auch selbst ins Knie und ließ einige Punkte auf der Strecke liegen, die mit etwas mehr Ruhe gewiss hätten eingefahren werden können. Die ein oder andere Mattmöglichkeit wurde da schon mal ausgelassen und so erzielte unser „Duracell-Hase“ schlussendlich drei Punkte. Beim nächsten Mal noch etwas länger als die obligatorischen zwei Minuten überlegen, dann ist deutlich mehr drin! ;-)

Tobias Vemmer erbeutete – wie in den letzten Monaten üblich – vier Punkte. Auch hier könnte man getrost die Funktion „copy & paste“ bemühen, denn es sind immer wieder Kleinigkeiten, die letztlich zwischen „grandios“ und „traditionell“ entscheiden.

 

Zwar zeigte er erneut großen Kampfgeist und rang vier seiner Gegner nieder, doch auch diesmal belohnte er sich nicht für seine guten Leistungen. Knackpunkt dürfte zweifelsohne die 2. Runde gewesen sein, in der er einen der Turnierfavoriten (1300 DWZ) an den Rande des Abgrunds beförderte, zum Mattangriff ansetzte, dabei allerdings etwas zu schnell unterwegs war und die Dame einstellte.

 

Mit dann "2 aus 2" hätte das Turnier sicher einen anderen Verlauf nehmen können. Und dennoch: Schachlich gibt es überhaupt nichts auszusetzten, irgendwann wird dieser „Fluch“ auch mal gebrochen!

Kommen wir nun zu unserem „alten Hasen“ Tobias Völk. Als absoluter Underdog ins Turnier gestartet, musste er sich in jeder Runde mit Gegnern einer deutlich höheren (schachlichen) Gewichtsklasse rumschlagen. Selbst der „schwächste“ Gegner hatte immer noch 200 DWZ mehr und so schien dies ein recht aussichtsloses Unterfangen zu werden. Doch Tobi zeigte seinen Gegnern, dass die DWZ eben nur eine Zahl ist und so erzielte er beachtliche 50% (3,5 Punkte)!

Er nahm dabei zwei 1900ern (darunter auch der spätere Turniersieger) ein Remis ab, hätte bei genauem Spiel sogar beide Partien für sich entscheiden können. In Zahlen ausgedrückt lässt sich die gute Leistung nochmals unterstreichen: Bei einem Gegnerschnitt von 1870 hätte er in einer virtuellen DWZ-Auswertung über 100 Wertungspunkte gutgemacht. Das kann sich mehr als sehen lassen - weiter so!

Fazit: 1x Tempolimit beachten, 1x Gegner von der Klippe stoßen und 1x genauso weitermachen. In diesem Sinne - bis zum nächsten Mal... ;-)

 

Alexander Kittler

Viel Licht, wenig Schatten und eine Supernova 

29.02.2016



 

Alle Jahre wieder. Oder: Menschen sind Gewohnheitstiere. So oder so – viele unserer Talente haben 'ihre' Veranstaltung, an der sie schon aus purer Gewohnheit teilnehmen. Für die einen ist es die Bezirksmeisterschaft in Vorra, für andere das Weihnachtsturnier in Erfurt und für eine kleine Schnittmenge das Rapidturnier in Neumarkt. Am 06.02. war es wieder soweit und wir können durchaus zufrieden auf das Dargebotene zurückblicken, immerhin haben wir seit jenem Samstag einen bayerischen Vize-Meister in unseren Reihen! 

Und mit diesem wollen wir auch beginnen: Dennis Adelhütte spielte in der Altersklasse der heutigen 'Senioren' um den Titel des bayerischen U25-Schnellschachmeisters. Beinahe hätte er sich diesen auch geschnappt; nur zwei Buchholzpunkte fehlten am Ende zum vollständigen Triumph. So blieb ’nur’ die Vize-Meisterschaft, aber das ist ja auch nicht sooo schlecht... ;-)

 

 

Die Highlights: Als es darauf ankam, legte Dennis einen famosen Schlussspurt hin. Denn eines war in der 6. Runde bereits vor Anpfiff klar: Gegen den späteren Turniersieger und Favoriten Constantin Blodig (2095 DWZ) musste er unbedingt gewinnen, um noch ganz oben angreifen zu können. Obwohl er zunächst einen Bauern abgeben musste, riss sich Dennis am Riemen und setzte alles auf eine Karte - Abteilung Attacke. Mit einem hübschen Mattangriff erlegte er den gegnerischen König, nur um in der Schlussrunde noch eins draufzusetzen:

 

In einer augenscheinlich ausgeglichenen Stellung wurde Dennis in Anbetracht der gegnerischen Figurenkonstellation hellhörig und nach kurzer Recherche war klar: Noch zehn Züge bis zum Gewinn der Qualität. Als dann auch dem Gegner klar war, dass Dennis richtig gerechnet hatte, streckte er die Waffen. Nach zwei spektakulären Erfolgen zum Abschluss war er also perfekt, der bayerische Vize-Titel. An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch! 

 

Die Bilanz:  5,5 von 7 Punkten, 2. Platz

 

Die Tabelle...

 

Tobias Völk trat ebenfalls in der Altersgruppe U25 an, hatte als einer der Außenseiter allerdings einen schweren Stand. Dass die ersten drei Runden (teils unglücklich) verloren gingen, half dabei nicht gerade... Oder etwa doch?



 

Die Highlights: In der 4. Runde gelang Tobi gegen seinen leicht favorisierten Gegner die Wende; nach einem schön herausgespielten Materialgewinn startete Tobi auch noch einen Königsangriff, welchen der Gegner nicht mehr ertragen konnte.

Im Anschluss an diesen souveränen Start-Ziel-Sieg heimste unser Jugendspieler sogar noch zwei weitere Punkte ein. Angesichts des gut bestückten Teilnehmerfeldes in der U25 ist alleine das durchaus bemerkenswert.



 

Das Comeback also als Highlight des Tages? Nicht aus der Sicht des Verfassers: In der ersten Runde wehrte sich Tobi heftig gegen den scheinbar übermächtigen Gegner (1903 DWZ) und spielte diesen phasenweise sogar schwindelig. Im Mittelspiel eroberte er folgerichtig eine Qualität und wickelte in ein komplett gewonnenes Endspiel ab. Als es auf die Schnelligkeit ankam, erwies sich der Favorit leider als flinker - manchmal fehlen eben nur ein paar Sekunden...

 

Die Bilanz: 3 von 7 Punkten, 14. Platz

 

Die Tabelle...

 

Ein starkes Turnier spielte auch unser U14-Talent David Zeise: Gleich drei Mal schrammte er hauchdünn an mehr oder weniger großen Sensationen vorbei, vier Mal sicherte er sich souverän einen vollen Punkt.




 

Die Highlights:  Auch wenn das der ein oder andere Jugendliche sicher anders sehen wird, so stellen manchmal gerade Niederlagen etwas 'Besonderes' dar. So sah es in diesem Fall allerdings auch unser aufstrebendes Talent: Besonders die Auftaktrunde gegen den haushohen Favoriten Lorenz Schilay (1800 DWZ) dürfte lange in Erinnerung bleiben, denn selten sind Duelle auf dem Papier derart eindeutig und noch seltener werden diese anschließend auf den Kopf gestellt:

 

In einer bockstarken Partie bot David seinem rund 800 (!) Punkte stärkeren Gegner bis zum Schluss Paroli, einziges Manko: Wer seinen Gegner an den Abgrund drängt, muss diesen auch runter schubsen... ;-)
 Nach einer verpassten Gewinnchance

(siehe Diagramm) - die David zwar gesehen, aber unterschätzt hatte - wurden hüben wie drüben reihenweise Figuren abgetauscht, sodass schließlich ein ausgeglichenes Damenendspiel entstand. Hier entschied leider die Zeit: David war ein paar Sekunden zu langsam und der Gegner durfte sich über einen glücklichen Punkt freuen.

Auch in der 4. Runde zeigte David kaum Respekt vor hohen DWZ-Zahlen:

Durch einen geschickten Leichtfigurentausch stellte David mit einem “Vollpfosten auf c4“ den weißen Läufer c1 kalt - Anmerkung der Redaktion: Gemeint war damit vermutlich der 'Vorposten' in Form eines Springers... ;-)

 

In der Folge fiel einer der weißen Bauern über Bord, ein gegnerischer Doppelbauer rundete das positive Bild ab. Doch anstatt den einfachen Weg zu wählen und eine Quali einzusammeln, wollte David sogleich seinen Freibauern verwerten. Das wurde bestraft: Durch die einzige Unaufmerksamkeit des Spiels gingen sowohl der Freibauer, als auch seine beiden Nachbarn flöten - plötzlich war das Spiel verloren.

 

Eines darf David aber mit Stolz sagen: Es fehlte an diesem Tag wahrlich nicht viel, um ganz oben mitzumischen! 

 

Die Bilanz:  4 von 7 Punkten, 9. Platz

 

Die Tabelle...

 

In der U10 war es unterdessen äußerst schwierig, den Überblick zu behalten. Und das nicht nur, weil hier ein sehr großes 'Gedränge' (32 Teilnehmer) herrschte: Gleich vier Talente gingen für uns an den Start. Ein wirkliches Bild vom Geschehen konnten wir uns dabei leider nicht machen, da die Partien teils sehr schnell beendet waren und auch die erfahrenen Betreuer (noch) nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein können. ;-) 

 

Die Tabelle der U10...

 

Tobias Vemmer pendelte sich trotz Auftaktniederlage (fast schon traditionell) bei vier Punkten ein. Schade: In der letzten Runde verpasste er trotz Mehrfigur und der zwischenzeitlichen Möglichkeit, den Gegner Matt zu setzen, seinen fünften Punkt, der einfach nicht gelingen will... Beim nächsten Mal ist es soweit, 7/8 Punkte in der Jugendmannschaft sind hierfür ein gutes Argument!

 

Die Bilanz: 4 von 7 Punkten, 11. Platz 

 

Jonathan Sturm absolvierte erst sein zweites Turnier und sicherte sich in diesem bereits drei Punkte. Auch in Anbetracht des starken Teilnehmerfeldes eine sehr gute Leistung!Eines der Highlights: Just in dem Moment, als ein Erinnerungsfoto geknipst wurde, setzte er seinen Gegner Matt. Dabei schaute er auch noch freundlich in die Kamera... :-)



 

Zudem weiß Jonathan bereits nach wenigen Wochen, wie er seine Zeit einteilen muss: Auf dem Bild gut an der Verwaisung der übrigen Bretter zu erkennen. Das ist in diesem Alter (fast) so hoch anzuerkennen, wie die schachliche Leistung.

Weiter so!



 

Die Bilanz: 3 von 7 Punkten

 

Finn Deuschle erzielte 2,5 Punkte und muss sich von den Betreuern eigentlich immer das Gleiche anhören: Nicht so schnell ziehen! ;-) Da in diesem Alter aber noch so einiges verziehen wird, war das der einzige 'Ärger', den sich Finn gefallen lassen musste. Sein persönliches Highlight: “Ich habe den Gegner Patt gesetzt, obwohl ich Dame und Turm hatte.“
Was im kindlichen Überschwang so alles als 'Highlight' durchgeht... :-)




 

Die Bilanz: 2,5 von 7 Punkten, 26. Platz, 20. Platz 

 

Philip Baust trat zum ersten Mal bei einem Turnier an und die mangelnde Erfahrung zeigte sich vor allem bei den letzten beiden Partien: Ein Remisgebot nahm er trotz Mehrdame an, da er nicht wusste, wie er mit der ausgestreckten Hand des Gegners umzugehen hatte. :-) In der letzten Runde hatte er seinen Kontrahenten zwischenzeitlich sogar Matt gesetzt, da dieser aber einfach weiterspielte, setzte auch Philip die Partie fort – und verlor anschließend. Nichtsdestotrotz: Für das erste Turnier war das schon ganz ordentlich!



 

Die Bilanz: 0,5 von 7 Punkten, 32. Platz 

Fazit: Sieben Talente und ein bayerischer Vize-Meister können sich für einen recht jungen Verein durchaus sehen lassen, viele gute Partien und einige Highlights runden den Talente-Ausflug ab! Bis zum nächsten Turnier, wir scharren schon mit den Hufen... ;-)



 

Alexander Kittler 

Get2gether - But we can do better...

16.01.2016

Es geht Schlag auf Schlag: Am vergangenen Sonntag stand in Erlangen das erste 'Get2gether' Turnier des Jahres 2016 auf dem Programm. Wir nahmen erstmals an diesem tollen Wettbewerb teil, mit fünf Talenten machten wir uns auf den kurzen Weg in die Universitätsstadt.

 

Gespielt wurde in etwa gleich stark besetzten 4er- bzw. 6er-Gruppen, die Bedenkzeit variierte zwischen 60 Minuten (U12) und 70 Minuten + 30 Sekunden pro Zug (Ü12). Kein Startgeld, keine Trophäen - bei den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen steht die Spielpraxis im Mittelpunkt: Eine schöne Abwechslung! Dass sich viele Spieler eine höhere Wertungszahl (oder gar Erst-DWZ) erspielen können, stellt dabei einen netten Nebeneffekt dar.

 

Unsere Talente wurden in die Gruppen A (Tobias Völk), B (David Zeise) und C (Victor Scholz, Daniel Elliott, Florian Heigwer) eingeteilt: Obwohl wir in letzterer gleich dreifach vertreten waren, sind die Erkenntnisse hier relativ spärlich. Oder besser gesagt: Gerade deswegen... Denn Vereinspartien ließen sich so zwangsläufig nicht vermeiden.

 

Victor erwischte es dabei doppelt, musste gleich zwei Mal zum internen Duell mit Dani und Flo antreten. Er nahm es jedoch recht gelassen: "Ist ja nichts Neues... "

In der Tat - Erfurt lässt grüßen. Die Partien endeten dementsprechend remis, auch in seiner dritten Partie gab er sich (etwas verfrüht) mit einem halben Punkt zufrieden. Es kommen auch wieder andere Tage... ;-) 

 

Bilanz: 1,5 aus 3

 

Dani spielte in seinen beiden externen Partien eigentlich gutes Schach, erarbeitete sich in der zweiten Runde eine klare Gewinnstellung und zum Abschluss immerhin eine hübsche Angriffsposition - 1,5 weitere Punkte wären locker möglich gewesen. Leider entscheiden oftmals Kleinigkeiten: beide Partien gingen im Übergang zwischen Mittel- und Endspiel verloren und somit war die Bilanz etwas ernüchternd. Verdient hatte Dani das zwar nicht, aber Schach ist eben nicht immer gerecht. Durch seine gute Vorarbeit aus anderen Turnieren erhielt er aber immerhin seine erste DWZ (949)!

 

Bilanz: 0,5 aus 3

 

Florians Ergebnis liest sich eigentlich zufriedenstellend, mit letztlich 1,5 Punkten im ersten Turnier kann man vor die Türe gehen. Verschwiegen werden darf allerdings auch nicht, dass ihm jenes Glück, das Dani nicht hatte, durchaus hold war. In seiner Gewinnpartie sah es lange Zeit nach der zweiten Niederlage des Tages aus, der Gegner konnte jedoch seine Überlegenheit nicht verwerten. Als dieser einen Spalt öffnete, nutzte Flo das zu einem sehenswerten Matt in der Brettmitte. Wenn er jetzt noch Ruhe in sein Spiel bekommt und den Wettstreit um die schnellste Partie anderen überlässt, ist noch viel mehr möglich... Die richtigen Ansätze blitzen immer wieder auf!

 

Bilanz: 1,5 aus 3; Erst-DWZ: 951

David erwischte leider einen komplett gebrauchten Tag. Seine zuletzt starken Leistungen setzte er dabei zunächst fort, überspielte seinen Gegner in der ersten Runde bis zu einem Zeitpunkt 'x'. Von einem vermeintlichen Figurengewinn geblendet, riss er seine einst sichere Königsstellung auf und verlor in der Folge den Faden. Eine unnötige Niederlage, hatte er doch eigentlich alles im Griff und bereits eine Quali mehr...



 

Mit dieser Enttäuschung im Hinterkopf lief ab jetzt alles schief: In der zweiten Partie führte er den zweiten Zug vor dem ersten aus und ließ dadurch einfach eine Figur stehen - bereits in der Eröffnung. Auch die Schlussrunde brachte kein Erfolgserlebnis; einer eigentlich gut gedachten Idee mit Damenopfer fehlte die Berechnung eines einzigen Zwischenzuges. Konsequenz: worst case - 0 aus 3.

Solche Tage gibt es eben! Und: Wer einen Schritt zurückgeht, könnte auch Anlauf nehmen... ;-)

Tobi entdeckte in Erlangen eine neue Lieblingsdisziplin: Bauernopfer für Initiative - und es brachte beachtliche Ergebnisse! In der ersten Runde spielte er gegen den Turnierfavoriten lange mit einem entfernten Freibauern auf Gewinn. Dieser wehrte sich aber gekonnt und entkam somit mehreren kniffligen Situationen. Nach dem Damentausch gaben die beiden Kontrahenten die Partie in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern remis.

 

Nachdem er im Königsgambit gehörig Lehrgeld bezahlen musste, revanchierte sich Tobi schließlich für seine Niederlage im ersten Jugendmannschaftskampf der Saison gegen die SGem Fürth. Wieder mit Bauernopfer knöpfte sich Tobi den schwarzen König vor, trieb diesen über das halbe Brett und liquidierte den Monarchen auf c4.

 

Durch diesen überzeugenden Sieg stehen gute 1,5 Punkte und ein DWZ-Plus von 76 (alt: 1263; neu: 1339) in der Bilanz!

Fazit: Fünf Talente, fünf komplett unterschiedliche Stimmungslagen, fünf verschiedene Erkenntnisse. Das Gesamtergebnis ist nicht enttäuschend, aber auch nicht dazu angetan, vollends zufrieden zurückzublicken.

It's easy to say: We can do better...

 

Alexander Kittler

Staufer-Open 2016: Jugendturnier

04.01.2016

Feuer frei: Während vier unserer Talente bereits vor zwei Tagen das neue Schachjahr bei der diesjährigen KEM in Zirndorf eröffneten, legte nun auch ein Teil unseres Nachwuchses los. Ein wahrlich turbulenter Tag sollte uns bevorstehen...

 

Da der Wetterfrosch vor dem ersten richtigen Schnee dieses Winters warnte, entschieden wir uns, die Reise nach Schwäbisch Gmünd bereits um 7 Uhr anzutreten. Während das erste Auto noch relativ glimpflich davonkam und "nur" 10 Minuten zu spät am Spielort eintraf, hatte der zweite Teil unserer Talente-Karawane schon vor der eigentlichen Abfahrt Probleme mit dem Wetter: Der fahrbare Untersatz bleib zuerst im Schnee stecken, wenig später gab dann die Batterie kurzfristig den Geist auf.

 

Glücklicherweise waren wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht weit gekommen, weshalb wir mithilfe eines Elternteils das Vehikel wieder fahrtüchtig machen konnten. Vielen Dank nochmal!

 Nach einer aberwitzigen Autofahrt mit eisglatten Straßen, gesperrten Streckenabschnitten und Dauerschnee trudelten wir um 10.45 am Zielort ein. Immerhin hatten wir etwas Glück: Das Turnier begann mit einiger Zeit Verspätung, da mehrere Teilnehmer Opfer von Frau Holle wurden.

 

Für David Zeise (U14) lief in seiner ersten Runde trotzdem schon die Uhr - und er schaffte es, seinen Gegner in den übrig gebliebenen vier Minuten auszublitzen. Respekt! Die weiteren Partien liefen dann aber eher so, wie die vorangegangene Autofahrt: unrund und wenig vom Glück geprägt. Nach seinem sehr starken Auftritt vor wenigen Tagen beim Erfurter Schachfestival  war möglicherweise auch etwas die Luft raus. Während er dem Turnierfavoriten (1769 DWZ) noch erheblichen Widerstand leisten konnte, schaffte er es in der Folge trotz guter Stellungen nicht, an diese Form anzuknüpfen. Nach einem Dameneinsteller und einem Matt trotz Mehrturm rückte der angestrebte Podestplatz in weite Ferne. Am Ende erzielte er immerhin drei Punkte und landete auf dem 6. Rang. 

 

Tom Röthenbacher (U12) spielte am heutigen Tag sein erstes Turnier außerhalb unseres Vereins und man merkte ihm noch deutlich die Nervosität und mangelnde Erfahrung an. Seine Partien standen meist auf des Messers Schneide, leider unterliefen ihm dabei noch ein paar Fehler, die sofort bestraft wurden. Die Punkteausbeute hätte mit etwas mehr Geduld allerdings locker verdoppelt werden können. So standen am Ende seines Debüts 1,5 Punkte in der Bilanz. Fazit: Aller Anfang ist schwer - das wird schon!

 

In der U10 gingen für uns drei Talente an den Start:

 

Tobias Vemmer ging dabei mit den größten Ambitionen in das Turnier: Nach den ersten drei Runden lag er mit einer Ausbeute von 100% (fast schon traditionell) auf einem Podestplatz. Im Anschluss war aber erneut der Wurm drin: Nachdem er in der 4. Runde in der Eröffnung reingelegt wurde, hatte er sich in den beiden anschließenden Partien zwar haushohe Gewinnstellungen erspielt, konnte diese aber nicht verwerten und verlor jeweils durch nur einen einzigen Fehler. Sehr schade, denn schachlich erreicht er ein sehr hohes U10-Niveau - es fehlt nur ein kleiner Schritt zu der längst verdienten Top-Platzierung... Kopf hoch!

Endergebnis: 4/7 Punkten, 10. Platz



 

Finn Deuschle spielte bei seinem ersten Turnier in der höheren Altersklasse zwar immer noch etwas zu hastig, jedoch merkt man ihm den Trainingsfleiß deutlich an: Nicht nur die Fehlerquote konnte er deutlich senken, sondern auch gute Ideen im Angriff entwickeln! Seine drei Siege erzielte er folgerichtig mit der "Abteilung Attacke" - der vierte Sieg wäre auf dieselbe Art und Weise möglich gewesen, hätte er den Gegner nicht Patt gesetzt. Durch dieses Remis in der letzten Partie holte er sich beachtliche 50% (3,5 aus 7) und einen guten 13. Rang. Weiter so!

Auch

 

Jonathan Sturm absolvierte heute sein erstes Turnier auf fremdem Terrain. Für ihn galten also die selben Vorzeichen wie für Tom in der U12 und auch die Erkenntnisse aus dem heutigen Tag sind bei beiden relativ identisch. Einziger Unterschied: Jonathan muss noch etwas mehr auf seine Zeit achten und darauf, immer schön die Uhr zu drücken. ;-) 

 

Nach seinen ersten sieben Runden erzielte Jonathan 2,5 Punkte und Rang 23. Für den Anfang können wir damit absolut zufrieden sein - vor allem wenn man bedenkt, dass er gerade einmal wenige Wochen Schach spielt!

 

Fazit:  Wir sind auf einem guten Weg, meist fehlt nicht viel, um ganz vorne anzugreifen. Abgesehen vom Schachlichen ist es aber vor allem schön zu sehen, dass sich unsere Kids sehr gut verstehen und nach Niederlagen gegenseitig aufbauen. Mit Tom, Tobias, Finn und Jonathan haben wir nun auch eine schlagkräftige Mannschaft, die bei der U12-Mannschaftsmeisterschaft antreten kann!

 

Alexander Kittler

Herzlich willkommen

auf der Homepage

unseres Schachvereins!

Druckfrisch aus

unserer Presseabteilung:

 

Bay. Blitz-MM 2017

(22.03.2017)

 

7. Runde - Kreisliga 1

(14.03.2017)

 

Mfr, U25-EM 2017

(08.03.2017)

Trainingszeiten:

 

Freitag 18:00 - 19:30 Jugend

 

Freitag ab 19:30 Erwachsene

 

Einzeltraining individuell

Tägliche Schachaufgaben:

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